Es gibt Begegnungen, die ganz unkompliziert verlaufen. Doch alles ändert sich, wenn jemand aus erstaunlich intuitiven Gründen in dein Leben tritt. In Interviews bezeichnete Thomas Acda Esmé Wekker als seine „zweite große Liebe“, und so erinnert er sich auch an den Tag, an dem er sie kennenlernte.

Es hatte ein anderes Kapitel vor ihr gegeben. Eines, das in der Kindheit begann und fast dreißig Jahre andauerte. Nachdem sie sich in der Grundschule kennengelernt hatten, heirateten Thomas und Joanneke Meester und bekamen einen Sohn namens Finn-Paul. Ihre Beziehung war ein langer, sich entwickelnder Abschnitt seines Lebens, keine flüchtige Begegnung. Als sie 2006 endete, hinterließ sie neben emotionalen Trümmern auch eine ungewöhnliche Stille.
| Name | Thomas Acda |
|---|---|
| Geboren | 6. März 1967 – Amsterdam, Niederlande |
| Beruf | Schauspieler, Musiker, Schriftsteller |
| Bekannt für | Acda en de Munnik (Musikduo), Fernseh- und Filmrollen |
| Aktueller Partner | Esmé Wekker (verheiratet seit 2013) |
| Kinder | Sohn (Finn-Paul) aus erster Ehe, Tochter (Lucia Maria) aus Esmé |
| Wendepunkt | Nach der Scheidung zog sie nach New York, um Drehbuchschreiben zu studieren. |
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Statt sich abzulenken, zog er nach New York. Viele waren von seiner Entscheidung überrascht, doch für ihn erwies sie sich als besonders vorteilhaft. „Ich beschloss, dort zu leben, wo ich leben wollte, da ich ohnehin allein sein würde“, sagte er gegenüber Flair. Dort begann er ein Drehbuchstudium und wandelte seine Isolation in eine disziplinierte Form der Kreativität um. Auch wenn ihm die Stadt keinen Komfort garantierte, gab sie ihm doch ein Gefühl von Sinnhaftigkeit und Anonymität.
Er beschreibt ihre Begegnung als „wie man die meisten Menschen kennenlernt“ – zufällig. Keine große Geste. Kein vorherbestimmtes Schicksal. Nur eine Frau, die kein Blatt vor den Mund nahm und sich keiner Herausforderung beugte. Thomas bemühte sich, sie zu überzeugen, doch Esmés Aufrichtigkeit lenkte ihn schließlich ein. Sie war nicht beeindruckt. Sie war authentisch. Als alles andere unklar schien, wurde ihre Direktheit zu einer Art Leuchtturm – ruhig und beständig.
Ihre Beziehung entwickelte sich allmählich, aber stetig. Im Dezember 2010 kam ihre Tochter Lucia Maria zur Welt. Sie schienen sich nicht daran zu stören, dass der Zeitpunkt ungewöhnlich war. Ein ruhiger Moment nach dem anderen, ein Gespräch nach dem anderen – was zählte, war die Gestaltung ihres gemeinsamen Lebens.
Als sie 2013 heirateten, hatten sie bereits jene emotionalen Herausforderungen gemeistert, die die meisten Paare meiden. Ihr Haus an den Amsterdamer Grachten entwickelte sich von einem Wohnort zu einem Ort, an dem Routine und Widerstandsfähigkeit Hand in Hand gingen. Thomas, der stets ein Gleichgewicht zwischen seinen inneren Reflexionen und seinem öffentlichen Auftreten gefunden hat, entschied sich, sein Familienleben nicht in den sozialen Medien zu teilen. Diese Entscheidung sollte keine Geheimnisse stiften, sondern den Frieden wahren.
Doch er verdrängt die Vergangenheit nicht. Er spricht mit aufrichtiger Zuneigung von Joanneke. Ohne zu zögern erklärt er: „Sie war meine erste große Liebe.“ Seine Worte würdigen die Zeit, den Wandel und die Vielschichtigkeit der Gefühlswelt, ohne Groll zu hegen. Denn die Vergangenheit zu respektieren bedeutet nicht, mit der Gegenwart im Widerspruch zu stehen.
Als Thomas an seine Scheidung zurückdachte, machte er ein leises, aber ehrliches Geständnis: „Ich will meine Frau nicht zurück.“ Ich sehne mich nach meinem früheren Leben. Angesichts dessen, wie selten dieser Satz ausgesprochen wird, hat er eine bemerkenswerte Wirkung. Trauer tarnt sich oft als Sehnsucht nach jemandem, ist aber in Wirklichkeit Nostalgie nach dem, wie sich die Dinge einst anfühlten.
Esmé trat in seine Geschichte, um an dem Potenzial teilzuhaben, nicht um das zu reparieren, was kaputt war. Ihre Beziehung ist nicht inszeniert. Es geht nicht um öffentliche Bekanntmachungen oder den roten Teppich. Vielmehr basiert sie auf gemeinsamem Timing, emotionaler Offenheit und einem Vertrauen, das bei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die die Hälfte ihres Lebens unter Beobachtung verbracht haben, immer seltener zu werden scheint.
Thomas ist auch heute noch kreativ. Sein Rhythmus ist in seinen Werken – Literatur, Musik und Fernsehen – ungebrochen. Doch seine jüngsten Interviews wirken ruhiger, und sein kreativer Prozess scheint etwas langsamer vonstattenzugehen. Zum ersten Mal seit Langem wirkt er entspannt. Und zwar im aktiven Sinne – er wählt Zufriedenheit und ist sich der Vergangenheit vollkommen bewusst –, nicht im passiven.
Vor einigen Jahren tauchte ein Foto auf. Es war nicht gestellt, nicht geplant. Esmé und Thomas schlenderten Hand in Hand, entspannt und unbekümmert um die Kamera. Keine Bildunterschrift konnte diesen Moment angemessen beschreiben. Es zeigte jene seltene Form der Intimität, die einfach da ist und keiner Aufmerksamkeit bedarf.
